Wer sein Vintage-Velo, seinen Dreigänger oder sein klassisches Damenrad neu bereifen möchte, steht beim Thema Reifen oft vor einer verwirrenden Auswahl. Die Reifenmasse alter Schweizer Fahrräder wie Allegro, Condor oder Mondia sind vielfach bis heute gebräuchlich, aber die Bezeichnungen können Verwirrung stiften, da historische Zoll-Angaben, metrische Masse und moderne ETRTO-Codes nebeneinander existieren. Aber egal ob Retro-Stadtflitzer, Militärvelo oder klassisches Tourvelo – dieser Ratgeber hilft dir, den passenden Pneu für deinen Veloklassiker zu finden.

Inhaltsverzeichnis:

Die häufigsten Reifengrössen an alten Velos

Der Standard: 622 mm Innendurchmesser – 700 C

Bei alten Velos kommen meist Pneus mit einem Innendurchmesser von 622 mm zum Einsatz. Dies ist auch für aktuelle Fahrräder noch immer die gängige Standardgrösse, sodass ein passender Ersatz meist einfach zu finden ist. Wenn es sich bei deinem alten Velo um ein normales Touren-, Renn- oder Damenrad eines Schweizer Herstellers (z.B. Mondia, Alpa, Tigra, Villiger, Coronado) aus dem Zeitraum ab ca. 1940 handelt, dann ist die Chance gross, dass Standardpneus mit einem Innendurchmesser von 622 mm darauf montiert sind. Typischerweise sind diese Velos farbig lackiert und verfügen über eine Dreigang-Nabenschaltung von Sturmey Archer oder eine Kettenschaltung mit 5 bis 8 Ritzeln am Hinterrad. Pneus mit einem Innendurchmesser von 622 mm können verschiedene Breiten haben.

Einen Pneu mit einem Innendurchmesser von 622 mm erkennst du beispielsweise an Aufschriften wie diesen:

  • 28-622 oder 32-622
    Diese Grössenangabe nach ETRTO gibt die Breite (28 bzw. 32 mm) und den Innendurchmesser des Reifens (622 mm) an. Sofern im zweiten Zahlenblock 622 vermerkt ist, kannst du dir sicher sein, dass auch andere Pneus, die eine Bezeichnung mit 622 im zweiten Zahlenblock aufweisen, grundsätzlich auf dieselbe Felge passen (bspw. 25-622 oder 37-622). Die Breite ist derweil in gewissen Grenzen variabel (siehe Abschnitt XY).
  • 700 x 28 C oder 700 x 32 C
    Diese Grössenbezeichnung nach französischer Norm gibt den ungefähren Aussendurchmesser (700 mm) und die Reifenbreite (28 bzw. 35 mm) an, wobei der Innendurchmesser des Reifen durch den Buchstaben am Ende der Bezeichnung angegeben wird. Das C steht für 622 mm. Sofern auf einem Pneu der Buchstaben C am Ende der Bezeichnung vermerkt ist, kannst du also davon ausgehen, dass auch andere Pneus, die den Buchstaben C am Ende der Bezeichnung aufweisen, grundsätzlich auf dieselbe Felge passen (bspw. 700 x 25 C oder 700 x 37 C). Die Breite ist derweil in gewissen Grenzen variabel (siehe Abschnitt XY). Der der Aussendurchmesser, also 700 mm, ist keine eindeutige Angabe, da Pneus mit verschiedenen Innendurchmessern diese Bezeichnung tragen können (bspw. 700 x 35 B).
  • 28 x 1.75 oder 28 x ¾
    Diese Zollbezeichnung gibt den ungefähren Aussendurchmesser (28 Zoll) und die Reifenbreite (1.75 bzw. ¾ Zoll) an. Ein Aussendurchmesser von 28 Zoll entspricht dabei oft einem Innendurchmesser von 622 mm, allerdings nicht immer. Wenn dein Pneu eine Zollbezeichnung mit 28 im ersten Ziffernblock hat, dann konsultiere die Tabelle im Abschnitt XY, um wirklich Klarheit über den Innendurchmesser zu erlangen.

Suchst du einen Pneu mit einem Innendurchmesser von 622 mm für ein altes Velo? Hier findest du unsere Auswahl für Touren- und Damenräder sowie für Rennräder.

Stangenbremsenfahrräder: 635 mm Innendurchmesser – 700 B

Bei alten Velos mit Stangenbremsen kommen in der Regel Pneus mit einem Innendurchmesser von 635 mm zum Einsatz. Stangenbremsen bzw. Gestängebremsen sind Bremsen, bei denen die Kraft nicht über Bowdenzüge, sondern über starre Metallstangen übertragen wird, welche die Bremsbeläge über einen Bügel von innen auf die Felge drücken. Typischerweise handelt es sich dabei um Velos der 1920er- bis 70er-Jahre aus England (bspw. Raleigh, Rudge, Hercules, BSA), Holland (bspw. Gazelle, Batavus, Sparta) oder Italien (bspw. Bianchi, Atala, Legnano). Auch klassische indische und chinesische Velos kennen dieses System. Die Felgen solcher Räder sind meist breit und flach und aus verchromtem Stahl gefertigt (bspw. Dunlop oder Bienneinox).

Einen Pneu mit einem Innendurchmesser von 635 mm erkennst du an Aufschriften wie diesen:

  • 32-635 oder 40-635
    Diese Grössenangabe nach ETRTO gibt die Breite (32 bzw. 40 mm) und den Innendurchmesser des Reifens (635 mm) an. Sofern im zweiten Zahlenblock 635 vermerkt ist, kannst du dir sicher sein, dass auch andere Pneus, die eine Bezeichnung mit 635 im zweiten Zahlenblock aufweisen, grundsätzlich auf dieselbe Felge passen. Die Grösse 40-635 ist die Standardgrösse für Reifen bei Stangenbremsenfahrrädern.
  • 700 x 28 B oder 700 x 38 B
    Diese Grössenbezeichnung nach französischer Norm gibt den ungefähren Aussendurchmesser (700 mm) und die Reifenbreite (28 bzw. 38 mm) an, wobei der Innendurchmesser des Reifen durch den Buchstaben am Ende der Bezeichnung angegeben wird. Das B steht für 635 mm. Sofern auf einem Pneu der Buchstaben B am Ende der Bezeichnung vermerkt ist, kannst du also davon ausgehen, dass auch andere Pneus, die den Buchstaben B am Ende der Bezeichnung aufweisen, grundsätzlich auf dieselbe Felge passen. Die Grösse 700 x 38 B ist die Standardgrösse für Drahtreifen bei Stangenbremsenfahrrädern und entspricht 40-635 im ETRTO-Format.
  • 28 x 1½
    Diese Zollbezeichnung gibt den ungefähren Aussendurchmesser (28 Zoll) und die Reifenbreite (1 ½ Zoll) an. Ein Aussendurchmesser von 28 Zoll kann dabei einem Innendurchmesser von 635 mm entsprechen, muss aber nicht. Die Grösse 28 x 1 ½ ist derweil die Standardgrösse für Drahtreifen bei Stangenbremsenfahrrädern und entspricht 40-635 im ETRTO-Format. Beachte, dass die Grösse 28 x 1 ½ auch einen Wulstreifen bezeichnen kann (vgl. nächster Abschnitt zu Wulstreifen).

Suchst du einen Pneu mit einem Innendurchmesser von 635 mm für ein altes Velo? Hier findest du unsere Auswahl.

Wulstreifen: 26″ x 1 1/2″ und 28″ x 1 1/2″

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren Wulstreifen der Standard unter den Pneus. Wulstreifen haben am Rand einen Wulst, der in die dafür ausgelegte Wulst-Felge eingehakt wird. Wer ein Vorkriegsvelo oder ein frühes Nachkriegsmodell besitzt, wird womöglich einen Wulstreifen benötigen. Solche Velos sind oft an der gänzlich schwarzen Lackierung oder altertümlichen Rahmenformen wie dem Schwanenhals-Rahmen zu erkennen. Die Felgen sind in der Regel aus schwarz lackiertem Stahl und haben ein rundliches Profil. Beim Militärvelo Model 1905 sowie beim klassischen Postvelo des Herstellers Condor blieben Wulstreifen noch viele Jahrzehnte gebräuchlich. Ansonsten setzte sich ab den 1950er-Jahren der Drahtreifen als Standard durch – leichter, vielseitiger und bis heute die verbreitetste Ausführung. Die allermeisten Veloklassiker aus den 1960er bis 1990er Jahren fahren auf Felgen, auf die ohne weiteres Drahtreifen aus aktueller Produktion aufgezogen werden können.

In unserem Shop bieten wir Wulstreifen in den beiden gängigsten Grössen: 26 x 1 ½ (passend zum Militärvelo) und 28 x 1 ½ (passend zum Postvelo) an.

Die verschiedenen Grössenbezeichnungen

Reifenmasse sind bei Veloklassikern ein häufiges Thema – denn die Angaben auf alten Reifen können verwirrend sein. Der Grund: Es existieren vier verschiedene Systeme nebeneinander, die sich historisch in verschiedenen Ländern entwickelt haben.

Zollbasierte SystemeMetrische Systeme
Dezimalsystem
bspw. 26 x 1,375
Bruchzahlsystem
bspw. 26 x 1 ½
Französisches System
bspw. 700 x 35 C
ISO/E.T.R.T.O. System
bspw. 40-635

So werden die Masssysteme gelesen:

  • Dezimalsystem (zollbasiert) – Die Reifengrösse wird in Zoll mit Dezimalzahlen angegeben, z. B. 26 x 1,375. Die erste Zahl beschreibt den ungefähren Aussendurchmesser des Reifens, die zweite die Reifenbreite. Das System ist jedoch ungenau, da gleiche Zollangaben unterschiedliche tatsächliche Felgendurchmesser bezeichnen können.
  • Bruchzahlsystem (zollbasiert) – Die Grössenangabe erfolgt ebenfalls in Zoll, jedoch mit Brüchen, z. B. 26 x 1 ½ oder 28 x 1 ¼. Obwohl Dezimal- und Bruchwerte mathematisch ähnlich wirken, stehen sie oft für unterschiedliche Reifen- und Felgengrössen und sind deshalb in der Regel nicht austauschbar (1,75 ≠ 1 ¾).
  • Französisches System (metrisch) – Die Grösse wird in Millimeter angegeben, z. B. 700 x 35 C. Die erste Zahl bezeichnet den ungefähren Aussendurchmesser, die zweite die Reifenbreite. Der Buchstabe am Ende (A, B, C) gibt den passenden Innendurchmesser bzw. die Felgenart an. Dieses System wird vor allem bei Renn- und Tourenrädern verwendet.
  • ISO / E.T.R.T.O.-System (metrisch) – Das heute gebräuchliche und eindeutige Normsystem, z. B. 40-635. Die erste Zahl gibt die Reifenbreite in Millimeter an, die zweite den exakten Reifeninnendurchmesser bzw. Felgendurchmesser in Millimeter. Stimmen die zweiten Zahlen von Reifen und Felge überein, passt der Reifen auf die Felge.

Die Verwirrung bei Reifenmassen hat mehrere Ursachen:

  • Klassische Systeme haben den Bezug zur Realität verloren. Ursprünglich gab die Zollzahl den tatsächlichen Reifenaussendurchmesser an. Mit der Zeit wurden Reifen schmaler und sportlicher – passten aber weiterhin auf die gleichen Felgen. Die Zollangabe blieb, obwohl der echte Durchmesser längst nicht mehr stimmte.
  • Dezimal- und Bruchzahlen sind nicht dasselbe. Ein Reifen 26 x 1,75 und ein Reifen 26 x 1 ¾ scheinen mathematisch identisch – sind es aber nicht. Diese beiden Grössen sind nicht austauschbar.
  • Hersteller haben die Masse geschönt. In den 1970er und 1980er Jahren vermarkteten viele Hersteller ihre Reifen breiter als sie tatsächlich waren – um im Vergleich leichter zu wirken.

Die Lösung: der ETRTO-Code. Das ISO-System verwendet zwei eindeutige Zahlen – Reifenbreite und Felgeninnendurchmesser in Millimeter (z.B. 40-635). Wenn diese Zahl auf Reifen und Felge übereinstimmt, passt der Reifen. Punkt.

Alle Massangaben in der Übersicht

Die nachfolgenden Tabellen decken praktisch jede gängige Grössenbezeichnung ab, die am Markt verwendet wird oder historisch verwendet wurde. Angaben mit klassischen Bruchzahlen finden sich vor allem auf älteren Reifen, teilweise aber auch auf aktuellen Modellen, die schon seit längerer Zeit erhältlich sind. Die Tabellen sind nach dem Aussendurchmesser in Zoll geordnet, Die gängigsten Grössen finden sich in der Tabelle zu den 28″-Reifen.

12″
ETRTOZoll-BezeichnungFranzösisch
47-20312 x 1.75
12 x 1.90
12½ x 1.75
12½ x 1.90
50-20312 x 2.00
54-20312 x 1.95
57-20312½ x 2¼
62-20312½ x 2¼
14″
ETRTOZoll-BezeichnungFranzösisch
47-25414 x 1.75
14 x 1.90
50-25414 x 2.00
40-27914 x 1½350 x 38B
37-28814 x 1⅜350 x 35A
14 x 1⅝ x 1⅜
40-28814 x 1⅝350 x 38A
44-28814 x 1⅝ x 1⅜350 x 42A
47-28814 x 1.75
32-29814 x 1¼350 x 32A
16″
ETRTOZoll-BezeichnungFranzösisch
40-30516 x 1.50
47-30516 x 1.75
16 x 1.90
50-30516 x 2.00
54-30516 x 1.95
16 x 2.00
55-30516 x 2.15
57-30516 x 2.125
40-33016 x 1½400 x 38B
28-340400 x 30A
32-34016 x 1⅜ x 1¼400 x 32A
37-34016 x 1⅜400 x 35A
44-34016 x 1⅝
28-34916 x 1⅛
30-34916 x 1.20
32-34916 x 1¼
16 x 1.25
35-34916 x 1.35
37-34916 x 1⅜
17″
ETRTOZoll-BezeichnungFranzösisch
32-35717 x 1¼
32-36917 x 1¼
18″
ETRTOZoll-BezeichnungFranzösisch
28-35518 x 1⅛
32-35518 x 1.25
35-35518 x 1.35
40-35518 x 1.50
42-35518 x 1.60
47-35518 x 1.75
18 x 1.90
50-35518 x 2.00
37-38718 x 1½
28-39018 x 1⅛450 x 28A
37-39018 x 1⅜450 x 35A
55-390450 x 55A
57-390450 x 55A
37-40018 x 1⅜
20″
ETRTOZoll-BezeichnungFranzösisch
54-40020 x 2 x 1¾
23-40620 x 0.90
25-40620 x 1.00
28-40620 x 1.10
20 x 1⅛
32-40620 x 1.25
35-40620 x 1.35
37-40620 x 1.40
20 x 1⅜
40-40620 x 1.50
42-40620 x 1.60
44-40620 x 1.50
44-40620 x 1.625
47-40620 x 1.75
47-40620 x 1.90
50-40620 x 2.00
54-40620 x 2.10
20 x 2.00
55-40620 x 2.15
57-40620 x 2.25
20 x 2.125
60-40620 x 2.35
62-40620 x 2.40
65-40620 x 2.60
70-40620 x 2.80
100-40620 x 4.00
54-42820 x 2.00
40-43220 x 1½
37-43820 x 1⅜
40-43820 x 1⅜ x 1½
28-440500 x 28A
37-440500 x 35A
40-44020 x 1½ NL500 x 38A
23-45120 x 0.90
20 x ⅞
25-45120 x 1.00
28-45120 x 1⅛
37-45120 x 1⅜ B.S.
22″
ETRTOZoll-BezeichnungFranzösisch
44-45722 x 1.75
44-48422 x 1⅝ x 1½
25-48922 x 1.00
37-48922 x 1⅜ NL
40-48922 x 1⅝ x 1½
50-48922 x 2.00
28-490550 x 28A
32-49022 x 1⅜ x 1¼550 x 32A
37-49022 x 1⅜550 x 35A
47-49822 x 1⅜ x 1¼
25-50122 x 1.00 B.S.
32-50122 x 1¼
37-50122 x 1⅜
24″
ETRTOZoll-BezeichnungFranzösisch
40-50724 x 1.50
44-50724 x 1.625
24 x 1.75
47-50724 x 1.75
24 x 1.85
24 x 1.90
50-50724 x 2.00
24 x 1.90
24 x 2.125
54-50724 x 2.10
55-50724 x 2.15
57-50724 x 2.25
24 x 2.125
60-50724 x 2.35
62-50724 x 2.40
65-50724 x 2.60
23-52024 x 0.90
24 x ⅞
44-53124 x 1⅝ x 1½
40-53424 x 1½
20-54024 x ¾
23-54024 x 0.90
24 x ⅞
25-54024 x 1.00
30-54024 x 1.20
32-54024 x 1⅜ x 1¼
37-54024 x 1⅜
40-54024 x 1⅜ x 1½
22-541
25-541600 x 25A
28-541600 x 28A
32-54124 x 1⅜ x 1¼ NL600 x 32A
37-541600 x 35A
25″
ETRTOZoll-BezeichnungFranzösisch
57-52025 x 2.25
26″
ETRTOZoll-BezeichnungFranzösisch
20-55926 x ¾
23-55926 x 0.90
26 x ⅞
25-55926 x 1.00
28-55926 x 1.10
30-55926 x 1.20
32-55926 x 1.25
35-55926 x 1.35
37-55926 x 1.40
26 x 1⅝ x 1⅜
40-55926 x 1.50
42-55926 x 1.60
44-55926 x 1.625
44-55926 x 1.75
47-55926 x 1.75
26 x 1.80
26 x 1.85
26 x 1.90
50-55926 x 2.00
26 x 1.90
26 x 1.95
54-55926 x 2.10
26 x 1.95
26 x 2.125
55-55926 x 2.15
57-55926 x 2.25
26 x 2.125
26 x 2.20
60-55926 x 2.35
62-55926 x 2.40
26 x 2.50
64-55926 x 2.50
65-55926 x 2.60
70-55926 x 2.75
75-55926 x 3.00
95-55926 x 3.70
26 x 3.80
100-55926 x 4.00
110-55926 x 4.40
115-55926 x 4.50
120-55926 x 4.80
20-57126 x ¾
23-57126 x ⅞650 x 23C
40-57126 x 1½ CS650 x 38C
26 x 1⅜ x 1½ NL
47-57126 x 1¾650 x 45C
650 CS Confort
54-57126 x 2 x 1¾650 x 50C
20-59026 x ¾650 x 20A
25-59026 x 1.00650 x 25A
28-59026 x 1⅜ x 1⅛650 x 28A
32-59026 x 1⅜ x 1¼650 x 32A
37-59026 x 1⅜650 x 35A
40-59026 x 1.50650 x 38A
26 x 1⅜ x 1½
42-59026 x 1⅝650 x 40A
32-59726 x 1¼
27″
ETRTOZoll-BezeichnungFranzösisch
40-60927 x 1½
20-63027 x ¾
22-63027 x ⅞
25-63027 x 1.00
27 x 1¹⁄₁₆
28-63027 x 1⅛
32-63027 x 1¼
35-63027 x 1⅜
27.5″
ETRTOZoll-BezeichnungFranzösisch
28-58426 x 1⅛ x 1½650 x 28B
32-584650 x 32B
35-58427.5 x 1.35650B
26 x 1⅜ x 1½650 x 35B
37-58427.5 x 1.40650B
26 x 1½ x 1⅜650 x 35B
650 Standard
40-58427.5 x 1.50650B
26 x 1⅜ x 1½650 x 38B
44-58427.5 x 1.65650B
26 x 1⅜ x 1½650 x 42B
650B Semi-Comfort“
650B ½ Ballon
45-58427.5 x 1.70650 x 45B
47-58427.5 x 1.75650B
50-58427.5 x 2.00650B
54-58427.5 x 2.10650B
26 x 1½ x 2
57-58427.5 x 2.25650B
60-58427.5 x 2.35650B
62-58427.5 x 2.40650B
64-58427.5 x 2.50650B
65-58427.5 x 2.60650B
70-58427.5 x 2.75650B
74-58427.5 x 2.90650B
75-58427.5 x 3.00650B
28″
ETRTOZoll-BezeichnungFranzösisch
18-62228 x ¾700 x 18C
19-622700 x 19C
700 x 19
20-62228 x ¾700 x 20C
22-62228 x ⅞700 x 22C
700 x 22
23-62228 x 0.90700 x 23C
28 x ⅞
24-622700 x 24C
25-62228 x 1.00700 x 25C
28 x 1¹⁄₁₆
26-622700 x 26C
28-62228 x 1.10700 x 28C
28 x 1⅜ x 1⅛
30-62228 x 1.20700 x 30C
32-62228 x 1.25700 x 32C
28 x 1⅜ x 1¼
33-62228 x 1.30700 x 33C
34-62228 x 1.30700 x 34C
35-62228 x 1.35700 x 35C
37-62228 x 1.40700 x 35C
28 x 1⅜ x 1⅜
38-62228 x 1.45700 x 38C
40-62228 x 1.50700 x 38C
28 x 1⅜ x 1½
42-62228 x 1.60700 x 40C
44-62228 x 1.625700 x 42C
45-62228 x 1.70700 x 45C
47-62228 x 1.75700 x 45C
50-62228 x 2.00
29 x 2.00
28 x 1.90
55-62228 x 2.15
29 x 2.15
60-62228 x 2.35
29 x 2.35
32-63528 x 1½ x 1⅛770 x 28B
700 x 28B
700B Course
40-63528 x 1½700 x 38B
28 x 1½ x 1⅜700B Standard
44-63528 x 1⅜ x 1½700 x 42B
28-64228 x 1⅜ x 1½700 x 28A
37-64228 x 1⅜700 x 35A
29″
ETRTOZoll-BezeichnungFranzösisch
50-62229 x 2.00
28 x 2.00
54-62229 x 2.10
28 x 2.10
55-62229 x 2.15
28 x 2.15
57-62229 x 2.25
60-62229 x 2.35
28 x 2.35
62-62229 x 2.40
64-62229 x 2.50
65-62229 x 2.60
75-62229 x 3.00

Überlegungen zur Reifenbreite

Reifen und Felge müssen zunächst im Innendurchmesser übereinstimmen – die Reifengrösse 37-622 passt beispielsweise auf eine Felge mit der Bezeichnung 622 x 19C. Damit ist aber noch nicht automatisch sichergestellt, dass die Kombination auch sicher funktioniert: Zusätzlich müssen Reifenbreite und Felgeninnenmaulweite zueinander passen.

Theoretisch lässt sich fast jeder Reifen mit fast jeder Felge kombinieren, solange der Innendurchmesser stimmt – in der Praxis ist davon aber klar abzuraten. Ein zu schmaler Reifen auf einer breiten Felge kann zu Felgenschäden oder häufigen Plattfüssen führen. Ein zu breiter Reifen auf einer schmalen Felge funktioniert nur mit sehr hohem Reifendruck einigermassen zuverlässig – das widerspricht jedoch dem eigentlichen Sinn eines breiten Reifens (weichere Fahreigenschaften bei niedrigem Druck) und belastet zudem die Reifenseitenwände ungünstig.

Die folgende Tabelle zeigt sinnvolle Kombinationen von Reifenbreite und Felgeninnenmaulweite gemäss ETRTO. Sie ist bewusst konservativ ausgelegt; einzelne Radfahrer fahren auch ausserhalb dieser Kombinationen problemlos. Als Orientierung für die sichere Auswahl ist sie aber ein guter Ausgangspunkt.

Felgenweite
innen
Reifenbreite
1820232528323537404447505457
13XXXX
15XXXX
17XXXX
19XXXXXX
21XXXXXX
23XXXXXX
25XXXXXX

Gängige Reifenbreiten bei alten Velos

Bei normalen Touren- und Damenrädern ist 28 mm die schmale, sportliche Wahl. 32 bis 37 mm deckt die gängige mittlere Bandbreite ab. Reifen die ab 40 mm sind eher breit.

Bei Rennrädern liegen die Verhältnisse anders: Hier ist 28 mm eher breit und komfortorientiert, während 20 bis 25 mm die weit verbreitete, schmale Wahl ist – darunter kamen durchaus auch schmalere Reifen zum Einsatz. Jahrzehntelang galt im Rennsport eine einfache Regel: Je schmaler der Reifen und je höher der Luftdruck, desto schneller das Rad. Rennreifen mit 19 bis 21 mm Breite bei 8 bis 10 bar Druck waren entsprechend lange Standard – auch auf vielen alten Rennrädern findet sich diese Auslegung. Neuere Untersuchungen haben dieses Bild allerdings deutlich relativiert. Ein etwas breiterer Reifen mit entsprechend niedrigerem Druck rollt auf Asphalt oft mindestens gleich gut. Für den Alltag auf einem historischen Velo bedeutet das: Die damals verbaute, eher schmale Bereifung entspricht dem damaligen Kenntnisstand und Zeitgeist. Wer sein altes Velo originalgetreu erhalten will, bleibt am besten bei der historischen Reifenbreite. Wer es dagegen als Alltagsrad nutzen und etwas mehr Komfort haben möchte, kann – sofern Felge und Rahmenfreiheit es zulassen – durchaus eine etwas breitere Bereifung wählen, ohne spürbare Nachteile beim Rollwiderstand befürchten zu müssen.

Schläuche und Felgenbänder

Neben dem Reifen spielen zwei unscheinbare, aber entscheidende Teile eine Rolle bei der Bereifung der Felge: der Schlauch und das Felgenband.

Schlauchgrössen

Bei Schläuchen ist die Passung deutlich toleranter als beim Reifen. Ein Schlauch wird meist mit einer Breitenspanne angegeben, zum Beispiel «28/40-622» oder «32/47-622» – die Zahl nach dem Schrägstrich-Bereich gibt den ETRTO-Durchmesser an (also z. B. 622 für 28″/700C), die Breitenangabe davor deckt einen ganzen Bereich möglicher Reifenbreiten ab. Ein solcher Schlauch dehnt sich beim Aufpumpen einfach entsprechend mit. Wichtig ist daher vor allem: Der Durchmesser muss exakt passen (also derselbe ETRTO-Durchmesser wie beim Reifen), während bei der Breite ein gewisser Spielraum unproblematisch ist. Bei den in den Tabellen oben aufgeführten Grössen orientierst du dich also am zweiten Zahlenblock (z. B. -622, -507, -590) und wählst einen Schlauch, dessen Breitenbereich die Reifenbreite deines Mantels abdeckt.

Ventile

Bei alten Velos triffst du praktisch nur auf zwei Ventilfamilien, die sich nicht gegenseitig austauschen lassen, da sie unterschiedliche Bohrungen in der Felge benötigen:

  • Dunlop-/Blitzventil (DV): Der Klassiker an praktisch allen alten europäischen Alltags- und Tourenvelos, auch an den meisten alten Schweizer Velos. Diese Ventile sind für maximal ca. 6 bar ausgelegt. Die Felgenbohrung hat einen Durchmesser von ca. 8,5 mm. Die folgenden zwei Bauarten können unterschieden werden:
    • Das ursprüngliche Dunlopventil in seiner einfachsten Form: Im Ventilkopf sitzt ein kleines Gummischläuchlein, das sich beim Pumpen anhebt und Luft durchlässt. Dieses Gummischläuchlein wird mit den Jahren porös und muss irgendwann ersetzt werden – das ist bei alten Velos ein sehr häufiger, einfacher Reparaturschritt und lässt sich mit einem passenden Ersatzschläuchlein ohne Werkzeug erledigen.
    • Das etwas jüngere Blitzventil ersetzt das Gummischläuchlein durch ein mechanisches Element (ein bewegliches Rückschlagventil aus Metall oder Kunststoff), das langlebiger, aber nicht separat reparierbar ist – bei einem Defekt muss hier gleich der ganze Ventileinsatz oder Schlauch getauscht werden.
  • Sclaverand-/Presta-/Französisches Ventil (SV): Bei alten Velos vor allem an Rennrädern zu finden, selten an Tourenrädern. Schmalste Bauform, passt durch kleinere Felgenbohrungen und verträgt hohen Druck – deshalb die Wahl für sportliche, schmal bereifte Velos. Zum Aufpumpen muss die kleine Rändelmutter am Ventilkopf zuerst gelöst werden. Der Ventileinsatz ist bei den meisten Ausführungen herausschraubbar. Der dünne Ventilschaft ist empfindlicher als bei den robusteren Dunlopventilen und kann beim Pumpen verbiegen oder abknicken.

Das Autoventil/Schraderventil (AV), wie man es von Autoreifen kennt, kam erst mit modernen Mountainbikes und Trekkingrädern ab den 1980er/90er-Jahren in grösserem Umfang zum Einsatz. Der Vollständigkeit halber sei es trotzdem erwähnt: Sein Vorteil ist, dass er sich an jeder Tankstelle nachpumpen lässt und höheren Druck verträgt als das Dunlopventil.

Willst du den Ventiltyp wechseln, brauchst du zwingend einen neuen Schlauch mit dem gewünschten Ventil – und musst prüfen, ob die vorhandene Felgenbohrung dazu passt. Eine zu kleine Bohrung lässt sich aufbohren, eine zu grosse kann ein Problem sein (Ventil sitzt lose, Schlauch kann am Übergang reissen).

Hier auf veloklassik.ch findest du eine Auswahl der gängigsten Schlauchgrössen für alte Fahrräder mit Dunlop- und Prestaventilen.

Felgenbänder

Das Felgenband liegt im Felgenbett zwischen Schlauch und Felge und schützt den Schlauch vor den Speichennippeln sowie vor scharfen Kanten und Bohrgraten – gerade bei alten Felgen oft ein reales Risiko, da diese seltener sauber entgratet sind als moderne Felgen. Ein durchgescheuertes oder verrutschtes Felgenband ist eine häufige Ursache für einen Plattfuss.

Für die richtige Breite gilt als Faustregel: Das Band muss alle Speichenlöcher sicher abdecken und idealerweise bis knapp unter die Felgenwand reichen, darf aber nicht darüber hinausragen – sonst sitzt der Reifenwulst nicht mehr richtig. Miss dazu am besten die Breite des alten Felgenbandes oder direkt das Felgenbett mit einem Messschieber, nicht die Aussenbreite der Felge oder des Reifens. Ein guter Richtwert für die Breite ist die Felgenbett-Innenbreite plus etwa 2 mm.

Bei alten Velos findest du häufig noch selbstklebende Felgenbänder aus Baumwolle statt der heute üblichen Kunststoff- oder Gummibänder. Diese sind nach wie vor erhältlich und für viele historische Steckfelgen mit relativ schmalem Tiefbett auch weiterhin die passende Wahl. Passenden Ersatz findest du hier,

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Reifen für alte Velos

Wie kann ich die benötigte Reifengrösse anhand der Felge bestimmen?

Wenn du nur die Felge vorliegen hast, aber keinen alten Reifen mehr, dann kannst du auf der Innenseite der Felge schauen, ob die Grösse darauf vermerkt ist (zB. 700 C). Findest du keinen Aufdruck, kannst du es mit einem Standardreifen mit 622 mm Innendurchmesser versuchen – dies ist das mit Abstand am weitesten verbreitete Mass, auch bei alten Fahrrädern.
Ansonsten bleibt das Messen als Option übrig. Die entscheidende Zahl ist dabei nicht der Aussendurchmesser der Felge, sondern der Durchmesser genau an der Stelle, wo der Reifenwulst aufliegt (der «Sitz» innen am Felgenhorn). Diese entspricht der zweiten Zahl der ETRTO-Bezeichnung (z. B. die 622 bei 37-622).
Am besten misst du dazu den Aussendurchmesser der Felge und ziehst die Höhe der Felgenwand ab. Alternativ mit einem Massband/Schnur: Den Umfang an der Wulstauflage messen und durch π (3.1416) teilen, dies ergibt den Durchmesser. Das Ergebnis vergleichst du dann mit den Standard-ETRTO-Durchmessern (559, 590, 597, 599, 606, 622, 630, 635 usw.) – die in den Tabellen weiter oben aufgeführt sind. Manche gut ausgestattete Velo-Fachgeschäfte haben eine ETRTO-Messlehre, mit der man den Felgendurchmesser eindeutig und schnell bestimmen kann – ohne Rechnerei.

Wie pflege ich einen alten Veloreifen?

Falls dein Veloklassiker noch alte Originalreifen besitzt oder deine Reifen etwas spröde geworden sind, kannst du die Optik und Lebensdauer verbessern, indem du sie mit einem Reifenpflege- oder Silikonspray besprühst. Achte darauf, dass Laufflächen und Felgen frei bleiben.

Kann ich einen Drahtreifen auf eine Wulstreifen-Felge aufziehen?

Nein, das Aufziehen eines Drahtreifens auf eine Felge, die auf Wulstreifen ausgelegt ist, funktioniert nicht. Auch wenn der Innendurchmesser gemäss der Massangabe identisch ist: Der Drahtreifen wird auf der Felge keinen zuverlässigen Halt finden und entsprechend nicht rund laufen, sondern eiern. Auf eine Felge für Wulstreifen muss zwingend ein Wulstreifen aufgezogen werden.

Welcher Reifen passt auf ein Militärvelo?

Militärvelos benötigen spezielle Wulstreifen in der Grösse 26″ x 1 1/2″. Moderne Drahtreifen lassen sich auf einem Militärvelo nicht montieren.

Wo finde ich passende Reifen für ein Militärvelo?

Passende Wulstreifen aus aktueller Produktion, die speziell für das Militärvelo importiert und vertrieben werden, findest du online, beispielsweise hier auf veloklassik.ch.

Funktioniert ein Drahtreifen bei einem Militärvelo?

Nein, alte Militärvelos benötigen zwingend passende Wulstreifen. Die richtige Grösse für Militärvelos ist 26″ x 1 1/2″. Ein Drahtreifen würde auf der Felge keinen Halt finden.

Werden Reifen für alte Militärvelos noch hergestellt?

Ja, solche Wulstreifen werden in Fernost noch hergestellt. Als Ersatz bei alten Militärvelos haben sich allgemein die Pneus des Herstellers Deestone aus Thailand durchgesetzt. Sie bieten gegenüber chinesischen Fabrikaten erfahrungsgemäss eine bessere Passform und haben sich als robust und langlebig erwiesen. In Europa werden solche Reifen seit Jahrzehnten nicht mehr hergestellt. Unbenutzte Altbestände von Schweizer Herstellern wie Maloja/Maloya oder Dätwyler sind begehrt und nur noch vereinzelt und zu hohen Preisen zu finden. Es empfiehlt sich das Ausweichen auf Deestone-Reifen.

Welcher Reifen passt auf ein Postvelo?

Alte Postvelos von Condor benötigen spezielle Wulstreifen in der Grösse 28″ x 1 1/2″. Moderne Drahtreifen lassen sich auf einem Postvelo nicht montieren. Du findest passende Reifen hier auf veloklassik.ch.

Kann ich einen Faltreifen auf die Felge eines alten Fahrrads aufziehen?

Fall du ein altes Fahrrad besitzt und dich fragst, ob du an diesem auch einen Faltreifen benutzen kannst, hier die Antwort: Ja, auch moderne Faltreifen, die statt eines starren Drahtes einen flexiblen Kevlar- oder Aramidfaden besitzen, eignen sich in der Regel zum Einsatz an einem alten Velo. Entscheidend ist, dass der Innendurchmesser und die Breite des Reifens auf die Dimensionen der Felge abgestimmt sind.

Was ist ein Collé-Reifen?

Bei alten Renn- und Bahnrädern kamen zum Teil Schlauchreifen, sogenannte Collés zum Einsatz. Bei diesem Reifentyp, auch Tubular genannt, sind Reifenmantel und Schlauch eine geschlossene Einheit. Der Schlauchreifen ist rundum geschlossen, wobei ein spezieller Kleber den Reifen auf der Felge hält.

Kann ich einen Collé-Reifen durch einen Drahtreifen ersetzen?

Nein, das geht nicht. Schlauchreifen-Felgen (Tubular) und Drahtreifen-Felgen (Clincher) haben eine grundlegend andere Konstruktion. Tubular-Felgen haben kein Felgenhorn (keine seitliche Erhöhung/Hakenkante), an dem sich der Drahtwulst eines Drahtreifens einhängen liesse. Ein Drahtreifen auf einer Tubular-Felge hat somit nichts, was ihn auf der Felge hält.

Wo finde ich einen passenden Reifen für einen alten Veloanhänger?

Stabile alte Veloanhänger tun teilweise jahrzehntelang zuverlässig ihren Dienst. Probleme können aber beim Ersatz der Reifen auftreten. Lassen sich neu gekauften Reifen kaum auf die Felgen aufziehen und laufen danach unrund beziehungsweise eiern beim fahren? Das deutet darauf hin, dass die Felgen auf altertümliche Wulstreifen ausgelegt sind. Dies ist bei alten Veloanhängern häufig der Fall. Das ernüchternde Fazit in einem solchen Fall: Die Räder des Anhängers müssen ausgetauscht werden. Denn passende Wulstreifen werden nicht mehr produziert und sind nirgends mehr zu bekommen. Neue, für konventionelle Drahtreifen geeignete Räder können beispielsweise bei Vitelli in Basel gekauft werden.

Welche Reifenmarken und Hersteller waren bei alten Velos verbreitet?

Die Originalreifen auf alten Schweizer Fahrädern stammten häufig von den schweizerischen Herstellern Maloja (später Maloya) oder Dätwyler (bekannt für den Bullcord). Reifen dieser Hersteller sind bekannt für ihre gute Haltbarkeit, werden aber seit Jahrzehnten nicht mehr produziert. Aus Europa waren traditionsreiche Marken wie Michelin, Continental oder Vredstein verbreitet. Michelin stellt bis heute klassische Modelle wie den World Tour oder den Dynamic Classic her – passend für viele Veloklassiker.

Welches Reifenprofil passt zu einem alten Velo?

Für Veloklassiker empfehlen sich Reifen mit zeitgemässem Profil. Besonders authentisch wirkt das Blockprofil – gleichmässig angeordnete Profilblöcke, wie sie auf Alltagsvelos der Nachkriegszeit üblich waren. Für sportlichere Modelle ist ein feines Rillenprofil passender.

Welche Reifenfarben passen zu einem alten Velo?

Die Wahl von Reifen in einer passenden Farbe trägt viel zum authentischen Erscheinungsbild alter Fahrräder bei. Klassische Ausführungen sind:

  • Weisswandflanken – weisse Seitenflanken, elegant und typisch für gehobene Modelle jener Zeit
  • Beige / Crème – gänzlich in einem warmen Beigeton gehalten
  • Gumwall – die Seitenflanke bleibt im natürlichen Braunton des Gummis, typisch für Velos der 1950er bis 1970er